Die Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren

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Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande unterzeichneten am 25. März 1957 die Römischen Verträge. Sie traten am 1. Januar 1958 in Kraft und sind die Gründungsdokumente der heutigen Europäischen Union.
Zu den Anfänge der Europäischen Union  haben wir für Sie einige Medien zusammengestellt.
 



Römische Verträge
Online-Film, D 2009, 2 min f

 
Rom am 25. März 1957: Die Römischen Verträge werden von der Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet. Europa wächst zusammen.
 



The EU and you
Ready-Steady-Europe!
Online-Film ,  D 2014, 15 min f

 
Der Einfluss der Europäischen Union auf unseren Alltag ist größer als die meisten denken: Bis zu 75% unseres Alltags werden direkt oder indirekt von EU-Recht beeinflusst, so schätzen Fachleute. Das reicht von unserer Währung, dem Euro, über EU-weite Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmitteln und standarisierte Verpackungen bis hin zu einheitlichen Roaminggebühren beim Telefonieren im Ausland.
Doch was muss alles geschehen, bis eine solche länderübergreifende Regelung auch wirklich gilt? Wie also entsteht ein solches "europäisches Gesetz", und wer ist an seinem Entstehungsprozess beteiligt? Außerdem geht der Film der Frage nach: Auf welche Art kann sich jeder (wahlberechtigte) Bürger an europäischer Politik beteiligen?
 



Vertrag von Nizza
Online-Film, D 2009, 2 min f

 
Nizza am 26. Februar 2001: Der vom Europäischen Rat am 11. Dezember 2000 beschlossene Vertrag wird von den Mitgliedstaaten unterzeichnet. Der Vertrag von Nizza ergänzt den Vertrag über die Europäische Union und die Römischen Verträge.
 



Why we have the EU?
Ready-Steady-Europe!
Online-Film, D 2014, 15 min f

 
Dass ein Staat freiwillig seine Souveränität abgibt, ist äußerst ungewöhnlich. Und doch beruht das System der Europäischen Union genau darauf, dass jedes Mitgliedsland in bestimmten Bereichen Macht und Einfluss an die übergeordnete, supranationale Institution abtritt. Doch warum tun Länder das? Was versprechen sie sich davon?
Der Film schaut einerseits zurück zu den Anfängen der heutigen EU, zu der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Kernfrage: Warum haben etliche europäische Länder ausgerechnet den Kriegstreiber und -verlierer Deutschland mit ins Boot geholt, als es um eine neue politische und wirtschaftliche Ordnung für Europa ging? Andererseits begleitet der Film auch die Entwicklung der EU in den zurückliegenden Jahren, beschäftigt sich mit der gescheiterten Verfassung und dem daraus resultierenden "Reformvertrag von Lissabon". Was bedeutet er und wofür steht er - in Zeiten eines immer größer werdenden Europaskeptizismus?
 



ZeitZeichen im WDR 5 – Radio zum Mitnehmen
ZeitZeichen 5. September 1929: Aristide Briands Rede vor dem Völkerbund für ein geeintes Europa
Online-Audio, D 2009, 15 min

 
Am 5. September 1929 schaffte es die Idee eines geeinten Europas zum ersten Mal auf die Bühne der Weltpolitik: "Ich denke, dass unter den Völkern, deren Länder geographisch zusammen gehören wie die der europäischen Völker, eine Art von föderativem Band bestehen sollte", sagte der französische Ministerpräsident und langjährige Außenminister Aristide Briand vor der Völkerbundversammlung in Genf.
Drei Jahre zuvor war er Ehrenpräsident der "Paneuropa-Union" geworden. Deren Ziel war die Gründung eines europäischen Staatenbundes - mit einem Bundesgericht, einem Militärbündnis, einer Zollunion und einer gemeinsamen europäischen Währung. Allerdings war die Zeit für die Europäische Einigung noch nicht gekommen. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg knüpften die europäischen Politiker jedoch an den Europa-Plan Briands an: Die vom französischen Außenminister Robert Schuman entwickelte Montanunion steht in dessen Tradition - und war nur der Anfang.

 



ZeitZeichen im WDR 5 – Radio zum Mitnehmen
ZeitZeichen 25. März 1957: Unterzeichnung der „Römischen Verträge“
Online-Audio, D 2007, 14 min

 
Als Konrad Adenauer auf dem Capitol in Rom am 25. März 1957 für die Bundesrepublik Deutschland die Gründungsverträge zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) unterzeichnete, herrschte Aufbruchstimmung. Nach gescheiterten Projekten wie der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft wollten die Bundesrepublik, Italien, Frankreich, die Niederlande, Belgien und Luxemburg es noch einmal mit Europa versuchen.
Die obersten Ziele waren die Abschaffung der Zölle und eine gemeinsame Landwirtschafts- und Handelspolitik. Auch der Vertrag für die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) war Bestandteil der "Römischen Verträge". Diese Verträge sind die Gründungsdokumente der heutigen Europäischen Union.

 



ZeitZeichen im WDR 5 – Radio zum Mitnehmen
ZeitZeichen 7. Januar 1958: Walter Hallstein wird erster Präsident der EWG-Kommission
Online-Audio, D 2008, 14 min

 
Während in Aachen bereits im Oktober 1944 die erste amerikanische Militärregierung eingerichtet wird, verteidigen die Deutschen das Ruhrgebiet noch mit allen Mitteln. Als Waffenschmiede und Herz der deutschen Wirtschaft ist das Kohle- und Stahlrevier von immenser Bedeutung.
Das Leben der Ruhrgebietsbevölkerung spielt sich nur noch in den Bunkern ab. Anfang März 1945 sind oft an die 3500 Flugzeuge gleichzeitig über dem Ruhrgebiet. Sturmreif soll es gebombt werden. Rüstungsfabriken und Verkehrsanlagen, aber auch die Wohnviertel der Städte sind die Ziele. Am 12. März gehen allein auf Dortmund 4800 Tonnen Bomben nieder, das Stadtzentrum Dortmunds wird buchstäblich pulverisiert.