Bon Voyage


Online-Medienpaket,  CH 2011, 6 min f 

Dutzende Menschen, die ihr Land verlassen wollen, klettern auf einen überfüllten Pritschenwagen. Auf ihrer Reise durch die Wüste und über das Meer gehen viele verloren. Am Ende kommt einer durch. Doch gerettet ist er nicht. Vielmehr sieht er sich nun einer ganz anderen Art von Härte gegenüber: Eine Behörde, die über seine Aufnahme zu entscheiden hat.

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Driften - Flucht und Migration, 14 Menschen im Porträt


Online-Medienpaket,  D 2015, 48 min f 


Sie sind aus ganz verschiedenen politischen Systemen, zu unterschiedlichen Zeiten, mit verschiedenen Motivationen und Zielen nach Deutschland gekommen. 14 Flüchtlinge und Einwanderer erzählen von ihrem derzeitigen Leben in Deutschland und von ganz alltäglichen Sorgen. Und manchmal berichten sie von der Dramatik einer Flucht und der alles verändernden Endgültigkeit einer Auswanderung.
Diese Interviewebene korreliert mit einer Gestaltungsebene, in der die Teilnehmer mit schwarzem und weißem Tape Bilder auf dem Fußboden und den Wänden eines Theaterproberaumes anfertigen. Nach der ersten Raumzeichnung beziehen sich alle weiteren Teilnehmer auf die Zeichnungen des Vorgängerpaares: sie können sich entscheiden, die Bilder umzuarbeiten, sie zu ergänzen oder komplett zu entfernen und neu zu machen.


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Hoppet – Der große Sprung


Online-Medienpaket,  D/N/S 2007, 84 min f 

Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Kampfjets auf und bombardieren das Dorf und die Anhöhe, auf der der sechsjährige Azad und sein Bruder Tigris spielen. Sie bleiben unverletzt, Tigris verliert aber durch den Schock seine Sprache.
Jahre später entscheiden sich die Eltern, das Land zu verlassen, in dem sie ständig verfolgt und bedroht fühlen. Eine Schlepperbande kann zunächst nur Pässe für Azad und Tigris besorgen. Mit einer befreundeten Familie reisen die beiden aus. Bereits nach der Zwischenlandung in Stockholm ist die Reise für sie zu Ende, denn sie wurden von den Schleppern betrogen.
Der Alltag gestaltet sich für alle schwierig. Azad und sein Bruder fühlen sich ausgenutzt und von den eigenen Eltern im Stich gelassen. Als Azad erfährt, dass die Schulsportmannschaft im Hochsprung zu einem Wettkampf nach Berlin eingeladen ist, was für ihn eine reale Chance auf ein mögliches Wiedersehen mit den Eltern ist, setzt er alles daran, sein Können im Springen unter Beweis zu stellen. Es gibt nur ein schier unlösbares Problem: Wie sollen er und Tigris ohne Pässe nach Deutschland kommen?



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Ich bin jetzt hier! - Dokumentarfilme für Kinder über Flucht und Migration


Online-Medienpaket, D/DK/NL/N/S 2012-2015,70 min f

ELENI: FUSSBALL IST MEINE SPRACHE (15 min, D 2014, Regie: Anabel Münstermann)
Eleni (11) ist in Griechenland aufgewachsen und eine begeisterte Fußballspielerin. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern kam sie zwei Monate zuvor nach Frankfurt am Main. Sie sind vor der Krise in Griechenland geflohen, da ihre Eltern arbeitslos geworden waren. Eleni selbst spricht noch kein Wort Deutsch. Sie fühlt sich einsam, vermisst ihren Vater, ihren Bruder und ihre Freunde. Mit niemandem außer ihrer Familie kann sie sich unterhalten. Dank ihrer ungebrochenen Leidenschaft für Fußball findet sie allerdings schnell Aufnahme in einer Fußballmannschaft, die ihr großes Talent zu schätzen weiß. Doch es dauert seine Zeit, bis Eleni ganz in Deutschland angekommen ist.
FEIFEI: DAS VERSTECKSPIEL (17 min, NL 2013, Regie: Els van Driel)
Feifei (8) hat noch einen älteren Bruder. Als die Mutter mit Feifei schwanger war, flüchtete sie in die Niederlande. Denn wegen der Ein-Kind-Politik in China musste sie ihre Heimat verlassen. Seither lebt sie mit ihrem Sohn in den Niederlanden - ohne gültige Papiere und Pass. Offiziell existiert Feifei damit gar nicht.
Obwohl Feifei offiziell gar nicht existiert, geht er in die Schule, wo er viele Freunde hat. Er spricht gut Niederländisch und begleitet seine Mutter bei allen Behördengängen. Seit langem haben sie Ausweispapiere beantragt. Und nach acht langen Jahren des Wartens erhalten die beiden endlich die niederländische Staatsbürgerschaft.
IMAN: LEBEN NACH DER FLUCHT (25 min, Deutschland 2015, Regie: Rozhyar Zolfaghari)
Zusammen mit ihrer Familie ist Iman 2013 mitten in der Nacht und Hals über Kopf aus Syrien nach Deutschland geflohen. Sie kletterten nachts über den Grenzzaun zur Türkei, von wo ein Schleuser sie in einem Lastwagen nach Deutschland gebracht hat. Vier Tage dauerte die Fahrt, versteckt hinter Kartons. Imans Vater hatte zuvor das eigene Haus verkauft, um die 20.000 Dollar an die Menschenschmuggler zahlen zu können.
Als eine der ersten Flüchtlinge wurde sie mit ihrer Familie in Berlin in einer umgebauten ehemaligen Schule in Berlin-Hellersdorf untergebracht. Vor diesem Heim gab es dann große Demonstrationen und Krawalle, die von der rechtsextremen Szene angefacht worden waren.
Der Film begleitet die damals 14-Jährige über einen Zeitraum von fast zwei Jahren, berichtet von ihrer Angst vor den feindlichen Demonstrationen im Flüchtlingsheim über die ersten Unterrichtsstunden in der Schule und die bange Hoffnung, ob die Familie in Deutschland bleiben kann. In Iman reift schließlich der Wunsch, Berlin und Deutschland nie wieder verlassen zu müssen und endlich ein normales Leben führen zu können.
SHARAF (OmU) (13 min, Schweden/Dänemark/ Norwegen 2012, Regie: David Aronowitsch und Hanna Heilborn)
„Das Boot schwamm wie eine Fliege im Meer, inmitten zwei Meter hoher Wellen. Wir sind einfach nur getrieben, ohne Wasser oder Nahrung“. Der 17-jährige Sharaf aus Marokko ist einer von Tausenden Bootsflüchtlingen, die in den letzten Jahren auf Gran Canaria angekommen sind. Sharaf hatte Glück, denn er überlebte. Tausende andere sind beim Versuch, auf das europäische Festland zu gelangen, ertrunken.



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Heimat verlieren, Heimat finden - Ping Pong: Die Familienreportage


Online-Film, D 2014, 15 min f

Omid arbeitete in seiner Heimat Afghanistan als Kameramann und hat viele Politiker bei ihren öffentlichen Auftritten begleitet. Das wurde ihm zum Verhängnis.
Bei einem Attentat der Taliban wurde er schwer verletzt. Danach kamen Drohbriefe ins Haus. Schweren Herzens beschloss die damals fünfköpfige Familie zu flüchten, alles zurückzulassen und eine neue Heimat in Deutschland zu suchen.
Drei Monate dauerte die gefährliche Flucht, über den Irak und die Türkei, Griechenland und Italien, ständig unterwegs mit Autos, Booten und Pferden. Irgendwann kam die Familie in Rosenheim an. Die Polizei griff sie auf und brachte sie nach München, wo sie in einen Asylbewerberheim unterkamen. Vor kurzem konnte sie in eine eigene Wohnung umziehen. Jetzt gibt es genügend Platz und Privatsphäre für alle. Aber das Leben in Angst und Schrecken hat Spuren hinterlassen: Die älteste Tochter Narges, ihr Bruder und die Mutter werden von Refugio, dem Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer in München, betreut.



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Die Piroge / La Pirouge


Online-Medienpaket, SN/F 2012, 87 min f

Am Rande eines Ringwettkampfs werden die Bedingungen für die Überfahrt mit einer Piroge zu den Kanarischen Inseln verhandelt. Baye Laye lässt sich überreden, das Kommando zu übernehmen.
Schon bald nach der Abreise macht Lansana einen blinden Passagier ausfindig, Nafi Talla, eine Frau. Für manche der Männer scheint dies ein böses Omen zu sein. Auf halber Strecke begegnen sie einem hilflos treibenden Flüchtlingsschiff. Streit kommt auf, ob man den Fremden helfen soll, bevor diese auf Geheiß des Schleppers ihrem Schicksal überlassen werden. Als plötzlich der Motor ausfällt und in der Nacht ein heftiges Unwetter aufzieht, treibt die Piroge richtungslos. Am Morgen danach bestatten die Flüchtlinge ihre Toten. Angst, Apathie und Irrsinn nehmen zu, mit ihnen Selbstzweifel und Spannungen unter den Flüchtlingen.
Nafi macht mit letzter Kraft die Besatzung eines Hubschraubers auf die Überlebenden aufmerksam. Das spanische Rote Kreuz bringt sie auf die Kanarischen Inseln. Dort werden sie abgeschoben und landen zwei Wochen später wieder in Dakar.


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Welt in Bewegung - Frauen und Kinder unterwegs


Online-Film ,  D 2008, 29 min f

Fast die Hälfte der Migranten ist weiblich: insgesamt 95 Millionen Frauen und Mädchen. Doch sie sind in der Vergangenheit kaum wahrgenommen worden, obwohl auch sie schon immer migriert sind.
Der Film lässt drei Migrantinnen zu Wort kommen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen ihr Heimatland verlassen haben.



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Welt in Bewegung - Festung Europa


Online-Film, D 2008, 29 min f

 

Sechs Meter hoch ist der Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Enklave Melilla. Dutzende Menschen verloren an dieser Grenze bereits ihr Leben, als sie versuchten, nach Europa zu gelangen. Kein Land in Europa ist wirklich gewillt, Flüchtlinge aufzunehmen. Mit Hochtechnologie und viel Geld versucht die Europäische Union, ihre Außengrenzen gegen ungewollte Einwanderer zu schützen: Frontex heißt das EU-Programm dafür.
Doch damit werden Tragödien provoziert: Um die Welt gehen Bilder überfüllter Fischerboote, mit denen Menschen versuchen, nach Europa zu gelangen. Auch im Inneren Europas gibt es immaterielle Mauern gegen Zuwanderer. Sie werden von einem Land ins andere abgeschoben, landen in Gefängnissen oder verbringen Jahre in Flüchtlingsheimen unter unwürdigen Bedingungen - auch in Deutschland.



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Welt in Bewegung - Gestern – Heute – Morgen


Online-Film, D 2008, 29 min f

Ob zu Wasser, zu Land oder in der Luft - seit es Menschen gibt, sind sie aus den verschiedensten Gründen unterwegs. Der Film zeigt die Geschichte der Migration - von den Anfängen in Afrika über die Völkerwanderungen und Wanderungsbewegungen im Mittelalter bis zu den Sklaventransporten, den Massenauswanderungen in die Neue Welt und den gewaltigen Flüchtlingsströmen in der Neuzeit.



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Zuflucht gesucht


Online-Film, D 2013, 23 min f

ALI AUS AFGHANISTAN (3:43 min)
Der zehnjährige Ali flieht während des Afghanistan-Krieges mit seiner Großmutter. Seine Eltern muss er zurücklassen. In Europa angekommen, lassen ihn die Sorge um seine Eltern und die Sehnsucht nach ihnen nicht los. Es vergehen Jahre, in denen er nicht weiß, ob sie noch am Leben sind. Währenddessen muss er sich in sich in seiner neuen Umgebung, insbesondere in der neuen Schule, zurechtfinden.
HAMID AUS ERITREA (4:20 min)
Hamid ist 10 Jahre alt, als er zusammen mit seiner Mutter seine Heimat verlässt. Die Lage wird angesichts des Grenzkrieges zwischen Eritrea und Äthiopien zu gefährlich. Mutter und Sohn gelangen nach vielen Schwierigkeiten nach Europa. Eine schwere Zeit beginnt. Eines Tages erfahren sie, dass Hamids Vater tot ist.
JULIANE AUS SIMBABWE (4:51 min)
Die heute zwölfjährige Juliane verliert ihre Eltern und landet in einem Waisenhaus, bis sie durch Zufall ihre Mutter wiederfindet. Die beiden beantragen eine Ausreisegenehmigung und gelangen so nach Europa. Juliane leidet jedoch unter den Folgen der langjährigen Trennung von ihrer Mutter. Dennoch gelingt es ihr allmählich, neuen Lebensmut zu fassen.
RACHEL AUS ZENTRALASIEN (5:17 min)
Rachels Familie bekennt sich zum christlichen Glauben und gehört in ihrem muslimischen Heimatland zu einer Minderheit. Die heute 17-Jährige schildert die Unterdrückung ihrer Familie und berichtet von der Flucht nach Europa. Nach kurzem, glücklichem Aufenthalt landet die Familie in Abschiebehaft und wird in ihr Heimatland zurückgeflogen. Dort ist sie noch größeren Repressalien ausgesetzt, so dass sie erneut nach Europa flieht. Als ihr endlich Asyl gewährt wird, beschließt Rachel, internationales Recht zu studieren, um später anderen Menschen helfen zu können.
NAVID AUS DEM IRAN (4:34 min)
Navids Familie ist kurdischer Abstammung und im Iran Repressalien ausgesetzt. Als das Leben von Navids Vater immer gefährlicher wird, flieht er nach Europa. Navid und seine Mutter folgen ihm ein paar Jahre später. Nach langer, beschwerlicher Flucht findet die Familie wieder zusammen. Der heute 16-jährige Navid leidet immer noch unter den traumatischen Erlebnissen der Flucht. In der Rückschau war ihm vor allem das Zentrum für Flüchtlingskinder an seiner Schule eine große Hilfe.



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