Ende des 2. Weltkrieges vor 70 Jahren  -  Filmauswahl



Das Kriegsende an Rhein, Ruhr und Weser

Zeitenwende

 

Online-Film, D 2005, 29 min sw+f


April 1945: Im Lager Stukenbrock verhungern 9000 Kriegsgefangene. Der Ruhrkessel ist geschlossen. Die Alliierten bereiten sich auf den Übergriff vor. Den Eingeschlossenen stehen erneut Tage der Angst und des Schreckens bevor. Der Volkssturm wird mobilisiert. Durchhalteparolen werden bis zuletzt plakatiert - obwohl alles längst verloren ist. Fahnenflüchtige werden hingerichtet.
Als am 17. April 1945 in Düsseldorf die letzten deutschen Truppen kapitulieren, ist für die Menschen die Nazizeit noch nicht ganz vorbei. Denn die Alliierten zwingen die Bevölkerung, auf die Greueltaten des Nazi-Regimes zu schauen. So müssen Männer und Jungen Massengräber ausheben, die Einwohner Warsteins an unzähligen Leichen von Zwangsarbeitern vorbeigehen, und in Minden sind alle verpflichtet, sich den Film der Alliierten von der Befreiung des Lagers anzusehen.

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Das Kriegsende an Rhein, Ruhr und Weser

Bombenterror

 

Online-Film, D 2005, 29 min f
 

Während in Aachen bereits im Oktober 1944 die erste amerikanische Militärregierung eingerichtet wird, verteidigen die Deutschen das Ruhrgebiet noch mit allen Mitteln. Als Waffenschmiede und Herz der deutschen Wirtschaft ist das Kohle- und Stahlrevier von immenser Bedeutung.
Das Leben der Ruhrgebietsbevölkerung spielt sich nur noch in den Bunkern ab. Anfang März 1945 sind oft an die 3500 Flugzeuge gleichzeitig über dem Ruhrgebiet. Sturmreif soll es gebombt werden. Rüstungsfabriken und Verkehrsanlagen, aber auch die Wohnviertel der Städte sind die Ziele. Am 12. März gehen allein auf Dortmund 4800 Tonnen Bomben nieder, das Stadtzentrum Dortmunds wird buchstäblich pulverisiert.
 

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Das Kriegsende an Rhein, Ruhr und Weser

Ruhrkessel

 

Online-Film, D 2005, 29 min sw+f
 

Im März 1945 stoßen Briten und Amerikaner in Richtung Rhein vor. Städte versinken in Chaos und Tod. Die Bevölkerung erlebt schwere Bombenangriffe. Essen, Dortmund, Coesfeld, Münster und viele andere Städte werden zerstört. Links des Rheins versucht die amerikanische Militärregierung, Herr der Lage zu werden. Im Rheinland fallen die Nazi-Symbole. In Dortmund werden Zwangsarbeiter durch Genickschuss ermordet. Wer der Massenhinrichtung entkommt, plündert in den amerikanisch besetzten Gebieten und übt Rache für jahrelange Misshandlungen.
Ostern 1945 ist das Ruhrgebiet von den Alliierten fast eingekesselt. Mehr als 300.000 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter aus dem Ruhrgebiet sollen den Alliierten nicht in die Hände fallen. Russen, Ukrainer, Polen, Italiener, Franzosen und Niederländer werden vor der herannahenden Front hergetrieben.
 

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Meine Geschichte: Leben im Krieg

Renate Ackermann

 

Online-Film, D 2002, 15 min f
 
Renate Ackermann wurde am 11.01.1934 in Kossewen geboren, aufgewachsen ist sie in Lötzen. Kurz nach ihrem 10. Geburtstag musste sie mit ihrer Mutter und den drei Geschwistern innerhalb von zwei Stunden aus Lötzen fliehen. Der Vater war Soldat, die Familie hatte den Kontakt zu ihm verloren. Erst später stieß er, kriegsverletzt in Regensburg zur Familie. Renate Ackermann hat später selbst vier Kinder bekommen und arbeitete als Familientherapeutin. Ihre Kindheitserlebnisse aber und der Tag, als das Fluchtdrama begann, sind ihr bis heute präsent.

 

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Meine Geschichte: Leben im Krieg

Josef Kurz

 

Online-Film, D 2002, 15 min f
 

Josef Kurz wurde im August 1924 in München geboren. Es waren sogenannte "einfache Verhältnisse", der Vater arbeitete für eine Brauerei. Das Elternhaus war gläubig katholisch, der Vater gewerkschaftlich interessiert. Die Eltern wählten bis 1933 die Bayerische Volkspartei und standen dem Nazismus fern. Josef Kurz kam zum Reichsarbeitsdienst und im Oktober 1942 als Soldat zur Infanterie.
Erst nach dem Krieg wurde ihm deutlich, was sich hinter der Front abgespielt hatte. Erst jetzt erfuhr er von Auschwitz. Er studierte Geschichte, Germanistik und Sozialwissenschaften, wurde Lehrer und später Schuldirektor. Als einer der ersten besuchte er mit Schulklassen das Konzentrationslager Dachau, auch gegen den Protest vieler Eltern.

 

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Meine Geschichte: Heimkehr aus dem Osten

Peter Limbourg

 

Online-Film, D 2007, 15 min f

 

Ungezählte Deutsche warten 1955 auf die Rückkehr ihrer Angehörigen, die noch immer in der Sowjetunion als Kriegsgefangene, als Verschleppte festgehalten werden. In dieser Situation folgt Bundeskanzler Adenauer der Einladung der sowjetischen Regierung und besucht vom 8. bis zum 13. September 1955 Moskau. Der Kreml will diplomatische Beziehungen mit Adenauer vereinbaren. In der Frage der Kriegsgefangenen lassen die Sowjets zunächst keinerlei Entgegenkommen erkennen. Adenauer signalisiert den Abbruch des Besuches, als es doch noch zum Deal kommt: Botschafteraustausch zwischen Bonn und Moskau, dafür Freilassung der deutschen Gefangenen. Kurz nach Adenauers Rückkehr treffen die etwa 10 000 Gefangenen in der Heimat ein. Einer, der als Beamter des Auswärtigen Amtes in Moskau dabei war, erinnert sich: Peter Limbourg.

 

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Nationalsozialismus im Alltag

Stadt im Krieg

Der Bombenkrieg

 

Online-Film ,  D 2013, 43 min sw+f

 

Die deutsche Luftwaffe flog Angriffe auf Coventry und London, Vergeltungsangriffe der Briten und Amerikaner folgten. Das Ruhrgebiet wurde als "Waffenschmiede" des Dritten Reiches besonders hart getroffen. Wuppertal und weitere Industriestädte an Rhein und Ruhr wurden bombardiert und stark zerstört.
In den Trümmerwüsten kämpften die Menschen ums Überleben. Sie retteten die Reste ihrer Habe, gruben nach Verschütteten, räumten auf. Kinder wurden "evakuiert" und im Rahmen der Kinderlandverschickung in weniger gefährdete Gebiete untergebracht.

 

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Oft bin ich bang ..." - Kindheit unter Hitler

Briefe an Barbara

 

Online-Film D 2001, 15 min f

 

6. April 1941: Barbara feiert ihren vierten Geburtstag. Sie lebt mit ihrer jüdischen Mutter in Amsterdam. Ihr Vater, Leo Meter, ist Soldat in der Ukraine und schickt seiner Tochter einen Geburtstagsbrief. Er schreibt ihr oft, schildert seinen Alltag, erzählt von den Leuten, beschreibt die Landschaften und malt alles für seine Tochter auf. Die heute 62jährige Barbara Meter schildert ihre Erinnerungen an die Briefe, die es noch heute gibt.
 

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Oft bin ich bang ..." - Kindheit unter Hitler

Verschickt

 

Online-Film, D 2001, 15 min f
 

Anne hat Stunden voller Angst im Bunker verbracht. Als eines Tages auch ihre Schule Ziel eines Bombenangriffs wird, werden Anne, ihre Mitschüler und Lehrer nach Schlesien verschickt. In einem Rittergut kommen sie unter. Militärischer Drill und eine strenge Lagerordnung machen Anne das Leben nicht gerade leicht. Sie hat großes Heimweh. Kurz vor Kriegsende holt sie ihr Vater nach Hause zurück.
 

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Winter 42 / 43

 

Online-Film, D 2012, 30 min f


Winter 1942: Die Alliierten sind in Nordafrika gelandet. Die Wehrmacht besetzt daraufhin auch den Süden Frankreichs. Hinter der Front und in den KZs läuft die Vernichtungsmaschine weiter. Doch wer als Deutscher noch an das Regime glaubt, muss spätestens im Januar 1943 mit dem Untergang der 6. Armee in Stalingrad einsehen, dass der Krieg verloren ist.
Die deutschen Städte sind regelmäßig Ziel nächtlicher Bombenangriffe, die Versorgungslage wird schlechter. In Nordafrika zeichnet sich eine Niederlage der deutschen Truppen ab, im Atlantik fahren immer mehr deutsche U-Boote ihrem Untergang entgegen. Und an dem Februartag 1943, an dem Goebbels in Berlin den Totalen Krieg fordert, werden in München die Geschwister Scholl verhaftet. Sie geben ihr Leben für ein Europa der Freiheit, das in diesem Winter plötzlich wieder möglich erscheint.

 

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